„Seit 2020 arbeiten wir mit savvytec in mehreren Projekten äußerst erfolgreich zusammen. Besonders schätzen wir die hohe Zuverlässigkeit, das tiefe Verständnis für unsere internen Prozesse und die stets partnerschaftliche Zusammenarbeit."
Data Hub für Korian im Projekt Pflege 2030
Korian ist Europas führender Anbieter von Pflege- und Betreuungsdienstleistungen. Für das Projekt Pflege 2030 haben wir einen Data Hub konzipiert, entwickelt und integriert, der bestehende IT-Systeme, Wearables und smarte medizinische Geräte aus dem Bewohnerzimmer auf einer gemeinsamen FHIR-konformen Datenebene zusammenführt.
- 14 IT-Systeme auf einer Datenbasis
- 27 Gerätehersteller angebunden
Die vernetzte Pflege braucht eine gemeinsame Sprache.
Korian betreibt in Deutschland und im europäischen Ausland eine große Zahl an Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Mit dem Projekt Pflege 2030 hat sich Korian vorgenommen, die Pflege der Zukunft technologisch zu unterlegen: Wearables, smarte medizinische Geräte im Bewohnerzimmer und neue Software-Anwendungen sollen Pflegekräfte entlasten und die Versorgungsqualität messbar machen.
Die Realität in der Systemlandschaft ist eine andere. Jedes Software-Tool, jedes Wearable und jedes neue Gerät spricht eigene Protokolle, liefert eigene Datenformate und bringt eigene Cloud-Anbindungen mit sich. Bestandssysteme aus der Pflegedokumentation und der Verwaltung kennen diese neuen Systeme nicht.
Die Aufgabe war damit nicht, ein weiteres System dazuzustellen, sondern eine zentrale Datenebene zu schaffen, an die sich neue Produkte sauber andocken lassen, ohne dass die bestehende IT-Landschaft abgelöst werden muss. Mit einem gemeinsamen Standard, einer kontrollierten Eingangstür und einem belastbaren Berechtigungsmodell.
Vom Konzept über die Entwicklung bis hin in den produktiven Betrieb.
Wir haben nicht eine fertige Plattform installiert, sondern entlang der im Projekt Pflege 2030 gemeinsam evaluierten Produkte aufgebaut. Erst die Architektur, die alles tragen kann, dann Schicht für Schicht die tatsächlichen Anbindungen, jeweils mit den Anbietern und der Korian-IT am Tisch.
- 01
Konzept und Architektur des Data Hubs
Den Hub gab es zuerst nur auf Papier. Gemeinsam mit den Stakeholdern aus Pflege 2030 wurde festgelegt, welches Datenmodell alles tragen kann, welche Architektur der Vielfalt an Anbietern standhält und wie jedes System kontrolliert in den Hub kommt. Daraus sind ein FHIR-konformes Datenmodell als gemeinsamer Nenner, ein API-Management-Portal als zentrale Eingangstür und eine Architektur entstanden, die Systeme sehr unterschiedlicher Reife gemeinsam trägt.
- 02
API-Management-Portal und zentrale Authentifizierung
Jedes System, das an den Data Hub andockt, kommt über ein zentrales Portal herein. Über dasselbe Portal laufen Authentifizierung und Autorisierung: welcher Anbieter, welche Anwendung und welcher Anwender darf auf welche Datenpunkte zugreifen, in welchem Kontext, mit welcher Begründung. Damit ist nicht jede neue Integration ein neues Sicherheitsthema, sondern ein Anwendungsfall im bestehenden Modell.
- 03
Integration in die Korian-Systemlandschaft
Die bestehende IT-Infrastruktur wurde nicht abgelöst. Stattdessen sind die Bestandssysteme an den Data Hub angebunden, sodass strukturierte Daten in ein gemeinsames FHIR-Modell überführt werden, ohne dass die Quellsysteme aus dem Alltag der Pflegekräfte verschwinden. Genau dort, wo Pflege organisiert wird, bleibt der gewohnte Arbeitsplatz.
- 04
Wearables und smarte Geräte im Bewohnerzimmer
Im Kern des Projekts Pflege 2030 stehen Geräte, die im Bewohnerzimmer Vitaldaten, Bewegungen und Ereignisse erfassen. Diese Wearables und smarten medizinischen Geräte sind über die Data-Hub-Schnittstellen angebunden und liefern strukturierte Daten in das gemeinsame Modell, statt in proprietäre Hersteller-Clouds zu verschwinden. Was im Zimmer entsteht, bleibt damit in der Hoheit von Korian.
- 05
Onboarding und Begleitung der Drittanbieter
Damit der Hub nicht nur ein technisches Versprechen bleibt, haben wir die ausgewählten Drittanbieter aktiv bei ihrer Anbindung begleitet: Erstgespräche, Schnittstellen-Reviews, Integrationstests, Klärung der FHIR-Mappings. Jede neue Anbindung folgt einem dokumentierten Muster, nicht einer Sonderlösung.
Eine Datenebene, an die das nächste System einfach andockt.
Der Data Hub läuft heute produktiv in ausgewählten Korian-Standorten. Daten aus der Pflegedokumentation, aus den Bestandssystemen und aus den im Bewohnerzimmer eingesetzten Geräten fließen über eine gemeinsame Datenebene, sind FHIR-konform und durch das zentrale Auth-Modell sauber abgesichert.
Pflegekräfte arbeiten in ihren bekannten Anwendungen weiter. Was sich verändert hat, ist das, was hinter den Oberflächen passiert: Daten sind nicht mehr in einzelnen Hersteller-Inseln gefangen, sondern stehen dem nächsten Anwendungsfall in derselben Sprache zur Verfügung. Genauso können neue Anbieter, die im Rahmen von Pflege 2030 dazukommen, ohne neue Sonderlogik angeschlossen werden.
Für Korian ist der Data Hub damit die Infrastruktur, auf der die nächsten Bausteine von Pflege 2030 entstehen. Jedes weitere System wird zu einer Anbindung im bestehenden Muster, nicht zu einem neuen Integrationsvorhaben. So sind das Wachstum der digitalen Pflege und der Aufwand in der IT entkoppelt.
Viele Systeme, kein gemeinsames Bild?
Was bei Korian trägt, lässt sich auf jede Organisation übertragen, in der Bestandssysteme, neue Geräte und Drittanbieter zusammenkommen müssen. In einem Erstgespräch sehen wir, wo bei Ihnen die größte Reibung sitzt und wie ein erster Schritt aussehen würde.